AstraZeneca GmbH
Welt-Duft-Tag 2026 / Leben ohne Gerüche: warum Riechstörungen oft unterschätzt werden
Hamburg (ots) -
Frisch gebackenes Brot, der Duft von Blumen oder der einer geliebten Person: Gerüche sind eng mit Erinnerungen, Emotionen und Lebensqualität verknüpft. Der Welt-Duft-Tag am 27. Juni erinnert an die Bedeutung des Geruchssinns. Für viele Menschen ist Riechen jedoch keine Selbstverständlichkeit. Der teilweise oder vollständige Verlust des Riechvermögens kann ein Symptom von Erkrankungen wie einer chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) sein - einer chronischen Erkrankung der oberen Atemwege, die häufig unterschätzt wird und mit einem hohen Leidensdruck einhergeht.
Seh- und Hörtests sind Routine, während der Geruchssinn hingegen selten überprüft wird. Dabei gehört Riechen evolutionär zu unseren ältesten Sinnen und wirkt tief in unser Gefühlsleben hinein.[1,2] Gerüche warnen uns nicht nur vor Gefahren wie Rauch oder verdorbenem Essen, sie beeinflussen auch, was wir mögen, wem wir vertrauen und zu wem wir uns hingezogen fühlen.[1] Über feine Geruchssignale tauschen Menschen unbewusst Informationen über Gesundheit, Emotionen und Bindungen aus.[1] Weil der Geruchssinn im Gehirn besonders eng mit den Emotionszentren verknüpft ist, können Gerüche Erinnerungen und Gefühle unmittelbar auslösen.[1] Ist dieser Sinn beeinträchtigt oder geht sogar gänzlich verloren, hat das oft weitreichende Folgen: für den Genuss von Nahrung, für soziale Beziehungen, für Intimität und damit nicht zuletzt für die Lebensqualität und die seelische Gesundheit.[1]
Erkrankung CRSwNP: häufig, unsichtbar, chronisch
Schätzungen zufolge sind etwa zwei bis vier Prozent der europäischen Bevölkerung von einer CRSwNP betroffen.[3] Häufig tritt die Erkrankung erstmals im mittleren Lebensalter auf und ist definiert als chronische Entzündung der Nasenschleimhaut und der Nasennebenhöhlen, die mindestens zwölf Wochen anhält und mit der Bildung von Nasenpolypen einhergeht.[4] "Bei der chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen handelt es sich nicht um ein lokales Problem der Nase, sondern sie ist Teil einer systemischen Entzündung im ganzen Körper", sagt Prof. Boris Haxel, Direktor der HNO-Klinik, Schwarzwald-Baar Klinikum, Villingen-Schwenningen. Deshalb müssen nicht nur die Symptome in der Nase behandelt, sondern die zugrunde liegende Entzündung systemisch berücksichtigt werden.[5] Typische Beschwerden sind eine dauerhaft verstopfte oder laufende Nase, Druck- oder Schmerzgefühle im Gesicht sowie Riechstörungen bis hin zum vollständigen Verlust des Riechvermögens.[6] Die Ursache dafür ist eine anhaltende Entzündung der Nasen- und Nebenhöhlenschleimhaut, bei der das Immunsystem überreagiert und es dadurch zu Schleimhautschwellungen und Polypenbildung kommt.[4] Diese Form der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung ist von außen nicht sichtbar - die Auswirkungen sind dennoch tiefgreifend. Viele Betroffene berichten, dass sie gesellschaftliche Situationen meiden, weil Unsicherheiten im Umgang mit Gerüchen entstehen.[7] Auch Schlafstörungen, Ängste und Depressionen sind keine Seltenheit.[7] Studien zeigen, dass die Lebensqualität von Menschen mit CRSwNP deutlich eingeschränkt sein kann.[7] Hinzu kommt: Die Erkrankung tritt häufig gemeinsam mit anderen Erkrankungen der Atemwege auf, insbesondere mit Asthma.[8] Treffen mehrere Erkrankungen zusammen, können sich die Beschwerden verstärken.[8]
Riechstörungen ernst nehmen und früh erkennen
Der Welt-Duft-Tag bietet einen wichtigen Anlass, um sich den Wert des Riechvermögens bewusst und gleichzeitig auf Erkrankungen aufmerksam zu machen, bei denen es verloren gehen kann. Denn auch wenn nicht jeder Schnupfen Anlass zur Sorge ist: Lässt das Riechvermögen nach und halten die Beschwerden über Wochen an, sollte dies nicht als Bagatelle abgetan werden. Der Verlust des Riechvermögens ist besonders einschneidend, da es im Gegensatz zu anderen Sinnen kaum kompensiert werden kann. Viele Betroffene gewöhnen sich mit der Zeit daran, schlechter oder gar nicht mehr zu riechen, oft ohne zu wissen, dass dies ein behandelbares Symptom sein kann. Mehr Bewusstsein bedeutet auch mehr Verständnis dafür, wie sehr der Verlust des Riechvermögens das Leben beeinflussen kann, erläutert auch Prof. Thomas Hummel, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden: "Riechstörungen sind ein häufiges, aber oft übersehenes Symptom der chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen. Entscheidend ist, Beschwerden frühzeitig abzuklären, denn mit einer gezielten Behandlung lässt sich die Lebensqualität vieler Betroffener deutlich verbessern." Menschen mit Riechstörungen durch eine CRSwNP sollten sich frühzeitig bei einer:einemHNO-Ärzt:in vorstellen, um einen Riechtest durchführen zu lassen, z.B. mit sogenannten "Sniffin Sticks". Bei CRSwNP gibt es wirksame Behandlungsmöglichkeiten - von entzündungshemmenden Nasensprays bis hin zu gezielten operativen Eingriffen oder modernen Biologika-Therapien bei schweren Verläufen.[4] Je früher anhaltende Riechstörungen erkannt werden, desto schneller finden CRSwNP-Betroffene den Weg zur richtigen Diagnose und zu mehr Lebensqualität im Alltag.
Über AstraZeneca
Die AstraZeneca GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca PLC. AstraZeneca (LSE/STO/Nasdaq: AZN) ist ein globales, wissenschaftsorientiertes biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von verschreibungspflichtigen Medikamenten in den Bereichen Onkologie, seltene Krankheiten und Biopharmazeutika, einschließlich Herz-Kreislauf, Nieren und Stoffwechsel sowie Atemwege und Immunologie, konzentriert. AstraZeneca mit Sitz in Cambridge, Großbritannien, ist in über 125 Ländern tätig. Die innovativen Medikamente des Unternehmens werden von Millionen von Patient:innen weltweit eingesetzt. Weitere Informationen auf astrazeneca.de.
Referenzen
1. Croy I et al. Laryngorhinootologie 2023;102(S 01):S93-100.
2. Boesveldt S et al. Cell Tissue Res 2021;383(1):559-67.
3. Bachert C et al. JAA 2021;14:127-34.
4. Bachert C et al. Nat Rev Dis Primers 2020;6(1):86.
5. Giombi F et al. IJMS 2024;25(2):730.
6. Stuck BA et al. Rhinosinusitis: S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) und der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Stand: April 2017. Online verfügbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/017-049_und_053-012l_S2k_Rhinosinusitis_2022-12-abgelaufen.pdf. Letzter Zugriff: 15.07.2025.
7. Mullol J et al. The Journal of Allergy and Clinical Immunology: In Practice 2022;10(6):1434-1453.e9.
8. Alobid I et al. Rhin 2011;49(5):519-24.
DE-96223 / 06-2026
Pressekontakt:
Dr. Stefanie Schattling
Head of Corporate Affairs Biopharmaceuticals
AstraZeneca GmbH,
Corporate Affairs
Friesenweg 26
22763 Hamburg
Tel.: +49 (0)162 1398321
stefanie.schattling@astrazeneca.com
Original-Content von: AstraZeneca GmbH, übermittelt durch news aktuell
Die Süddeutsche Zeitung ist weder für den Inhalt der Anzeige noch die darin enthaltenen Verlinkungen noch für ggf. angegebene Produkte verantwortlich.