Männer, redet über eure Gesundheit / Und auch über eure Medikamente
Leverkusen (ots) -
Der Movember macht jedes Jahr auf die Gesundheit von Männern aufmerksam. Doch während über Vorsorge und Früherkennung viel gesprochen wird, bleibt ein wichtiger Teil der Behandlung oft unbeachtet: die gesamte Medikation. Gerade Männer mit fortgeschrittenem Prostatakrebs nehmen häufig mehrere Arzneimittel gleichzeitig ein. Welche Medikamente zusammenkommen, kann jedoch für den Behandlungserfolg eine wichtige Rolle spielen.
Wenn Medikamente sich gegenseitig beeinflussen
Werden mehrere Arzneimittel gleichzeitig eingenommen, können Wechselwirkungen auftreten. Dabei beeinflussen sich Wirkstoffe gegenseitig - mit unterschiedlichen Folgen: Die Wirkung eines Medikaments kann beispielsweise abgeschwächt oder verstärkt werden, auch unerwünschte Wirkungen können auftreten oder zunehmen. Ob und welche Wechselwirkungen relevant sind, hängt von den konkreten Präparaten, ihrer Dosierung und weiteren individuellen Faktoren ab.
Gerade bei fortschreitendem Prostatakrebs ist deshalb der Blick auf die gesamte Medikation, gemeinsam mit dem Behandlungsteam, wichtig. Denn viele Betroffene sind bereits älter und werden zusätzlich wegen Begleiterkrankungen medikamentös behandelt. Zur Krebstherapie können so beispielsweise Medikamente gegen Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes hinzukommen. Auch Arzneimittel, die nur bei Bedarf eingenommen werden, gehören zum Gesamtbild. Selbst frei verkäufliche Medikamente, pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel sollten ebenfalls genannt werden, auch wenn sie vermeintlich harmlos erscheinen.
Alle Arzneimittel im Blick behalten
Der bundeseinheitliche Medikationsplan (BMP), den man in der Regel vom Hausarzt bekommt, wenn mindestens drei verschreibungspflichtige Medikamente verordnet wurden oder ein selbst geführter Medikationsplan helfen dabei, den Überblick zu behalten. Darin sollten alle regelmäßig oder bei Bedarf eingenommenen Medikamente erfasst werden und auch frei erhältliche und relevante Nahrungsergänzungsmittel enthalten sein - diese müssen in der Regel vom Patienten im vom Arzt ausgestellten Medikationsplan ergänzt werden. Die Liste kann zu Arztterminen mitgebracht werden und unterstützt das Behandlungsteam dabei, mögliche Wechselwirkungen frühzeitig zu erkennen. Angehörige können bei der Erstellung und Pflege der Liste unterstützen.
Auch die Apotheke kann eine wichtige Hilfe sein: Gesetzlich Versicherte, die dauerhaft mindestens fünf ärztlich verordnete Arzneimittel einnehmen, haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation. Dabei wird die gesamte Medikation einschließlich der Selbstmedikation erfasst und unter anderem auf mögliche Wechselwirkungen geprüft. Die Kosten dieser pharmazeutischen Dienstleistung werden in der Regel von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen.
Wichtig: Arzneimittel sollten bei Verdacht auf eine Wechselwirkung nicht eigenständig abgesetzt, in ihrer Dosierung verändert oder durch andere Präparate ergänzt werden. Stattdessen gilt: Offen darüber sprechen und die Medikation durch Ärztin, Arzt oder Apotheke prüfen lassen.
Movember: Über Männergesundheit sprechen
Movember setzt sich aus den englischen Begriffen "Moustache" (Schnurrbart) und "November" zusammen. Die internationale Aktionsbewegung macht jedes Jahr im November auf wichtige Themen der Männergesundheit aufmerksam - darunter auch Prostatakrebs. Der Schnurrbart wird dabei zum sichtbaren Zeichen und Gesprächsanlass: Männer sollen ermutigt werden, sich mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen und offen darüber zu sprechen.
Ein guter Anlass also, Dinge anzusprechen, die im Behandlungsalltag schnell untergehen können und sich selbst vor möglichen Wechselwirkungen zu schützen.
Über wertvollER
Die Service- und Ratgeberplattform "wertvollER - Gut leben trotz fortschreitendem Prostatakrebs" bietet Betroffenen und deren Angehörigen unter www.wertvoll-er.de Informationen, Unterstützung und Anregungen zum Umgang mit der Erkrankung. Dazu gehört u. a. das Videomagazin wertvollER TV, bei dem regelmäßig Patienten, Experten sowie Angehörige zu Wort kommen und Tipps geben, wie sich trotz Diagnose die Lebensqualität möglichst lang bewahren lässt. Passend zum Thema beschäftigt sich die aktuelle Folge mit Neben- und Wechselwirkungen bei Prostatakrebs (https://www.wertvoll-er.de/mehrwert/wertvoller-tv/wechselwirkungen-bei-prostatakrebs) und zeigt, warum es wichtig ist, bei der Behandlung auch die gesamte Medikation im Blick zu behalten. Auf Facebook erwartet die User eine gut vernetzte Community zum regelmäßigen Austausch. Als Ergänzung der digitalen Angebote ist außerdem ein gedrucktes Patientenmagazin erhältlich, das kostenlos über die Website nach Hause bestellt werden kann.
Pressekontakt:
Nadja Marx
Communications Pharma
Bayer Vital GmbH
E-Mail: nadja.marx@bayer.com
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