Smurfit Westrock Deutschland GmbH
Kosten senken und Prozesse optimieren mit Industrieverpackungen als Wertschöpfungsfaktor
Hamburg (ots) -
Warum übersehen Industrieunternehmen oft einen großen Hebel in ihrer Supply Chain?
Von Boris Maschmann, CEO Smurfit Westrock DACH
Industrieverpackungen können täglich darüber entscheiden, wie viel Unternehmen verdienen - doch kaum jemand betrachtet sie als strategischen Hebel. In vielen Industrieunternehmen werden heute Effizienzprogramme diskutiert - Automatisierung, Digitalisierung, Einkauf oder Standortstrategien. Dabei wird ein Bereich häufig übersehen, obwohl er täglich millionenfach durch die Lieferketten läuft und enorme Wirkung entfalten kann: Industrieverpackungen.
Industrieverpackungen beeinflussen nicht nur den Produktschutz, sondern direkt, wie viele LKWs fahren, wie stabil Prozesse in Logistik und Handling laufen und wie stark die CO2-Bilanz belastet wird. Intelligente Industrieverpackungen ermöglichen Unternehmen, sofort Kosten zu senken, Emissionen zu reduzieren und Prozesse zu stabilisieren.
Warum Industrieverpackungen über Kosten, CO2 und Resilienz entscheiden
Viele Programme setzen noch immer bei Preisen und Ausschreibungen an. Das greift aber zu kurz. Nachhaltige Kostensenkung entsteht nicht im Einkauf, sondern in der Architektur der Supply Chain - und damit in der Total Cost of Ownership. Diese beschreibt nicht den Preis einer Industrieverpackung, sondern alle Kosten, die sie in Bewegung setzt: Transport, Lagerung, Handling, Beschädigungen, Prozesszeiten und Emissionen. Wer Industrieverpackungen nur aus der Einkaufsperspektive betrachtet, verschenkt erhebliche Effizienzpotenziale entlang der gesamten Lieferkette.
Bei Smurfit Westrock (https://www.smurfitwestrock.de/) betrachten wir Industrieverpackungen als integralen Bestandteil der Supply Chain. Grundlage dafür ist ein datenbasierter Ansatz, der unter anderem in unseren industrieorientierten Kompetenzstandorten kontinuierlich weiterentwickelt und angewendet wird: komplette Lieferketten werden modelliert, simuliert und in ihren ökonomischen sowie ökologischen Effekten bewertet. Über 100.000 analysierte Supply Chains bilden den Referenzrahmen. Jede Entscheidung wird so zu einem belastbaren Business Case: Effekte auf Kosten, Emissionen, Auslastung und Prozessstabilität lassen sich präzise vor der Umsetzung quantifizieren. Wirkliche Effizienz entsteht dort, wo Engineering, Logistik und Business gemeinsam optimieren - nicht in isolierten Funktionssilos.
Preisgekrönte Praxisbeispiele zeigen die Potenziale datenbasierter Industrieverpackungen
Beide folgenden Lösungen - entwickelt in unserem auf Industrieverpackungen spezialisierten Werk in Germersheim - wurden sowohl mit dem WorldStar Award als auch mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet und zeigen, wie schnell und messbar optimiertes Industrieverpackungsdesign Wirkung entfaltet.
Für einen Hersteller von Solarmodulen entwickelten wir eine neue Industrieverpackung, die eine vollständige LKW-Auslastung ermöglicht. Durch das optimierte Euro-Palettenformat konnten 346 LKW-Fahrten pro Jahr auf einer 150 Kilometer Strecke eingespart werden, was 33 Prozent weniger CO2-Emissionen und 62 Tonnen CO2-Einsparung jährlich bedeutet. Das Beispiel zeigt, wie Industrieverpackungsdesign sofort messbare Effekte auf Kosten, CO2 und Prozesse positiv entfaltet.
Im Automotive-Umfeld führte eine neu entwickelte Bremsscheiben-Industrieverpackung zu einer Standardisierung der Verpackungsgrößen und einer Kapazitätssteigerung pro Karton. Mit der neuen Lösung können nun 230 verschiedene Bremsscheiben in nur 5 Verpackungsgrößen sicher versandt werden. Ergänzend zu dieser Standardisierung der Verpackungsmaterialien führte diese Optimierung zu Frachtvorteilen und damit zu einer CO2-Reduzierung von 11 Prozent. Die innovative Verpackung entfaltet entsprechend hohe Kostenreduzierungen entlang der gesamten Lieferkette.
Beide Lösungen verdeutlichen ein Muster, das sich in vielen unserer Projekte zeigt: Optimierte Industrieverpackungen entfalten ihre Wirkung unmittelbar. Sie reduzieren Verpackungsmaterialien, senken das Transportaufkommen und die damit verbundenen Emissionen, optimieren die internen Abläufe und entlasten damit die Kostenstrukturen - ohne lange Vorlaufzeiten oder tiefgreifende Systemeingriffe. Für Unternehmen sollte sich daher gerade jetzt die Frage stellen: Wo liegen in meinen Wertschöpfungs- und Logistikketten die bislang verdeckten Effizienzreserven, die durch einen systematischen, datenbasierten Optimierungsansatz der Verpackung realisiert werden können?
Die jüngsten Auszeichnungen belegen, dass datengetriebene Verpackungsentwicklung die Total Cost of Ownership wesentlich und nachhaltig senkt - und damit einen direkten Beitrag zur operativen Leistungsfähigkeit sowie zur Resilienz industrieller Lieferketten leistet. Damit wird deutlich: Die Qualität einer Industrieverpackung beeinflusst heute mehr denn je die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ganzer Lieferketten.
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Hanna Lücking
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hanna.luecking@industrie-contact.com
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