Vom Payment-Kunden zum Payment-Gründer: Wie Niklas Wauch mit der Yovo GmbH einen europäischen Zahlungsanbieter aufbaut
Kriftel (ots) -
Der Kunde hat bezahlt, der Umsatz ist erzielt, doch das Geld steht dem Unternehmen mitunter erst sieben bis 14 Tage später zur Verfügung. Für Coaches, Agenturen, Berater und Creator können lange Auszahlungszeiten, hohe Gebühren und ein schwer erreichbarer Support vieler Zahlungsplattformen deshalb zu einem handfesten Geschäftsproblem werden. Niklas Wauch kennt diese Schwierigkeiten aus eigener Erfahrung und will mit der Yovo GmbH eine europäische Alternative schaffen. Was das Unternehmen besser macht und für wen die Plattform gedacht ist, erfahren Sie hier.
Für Coaches, Agenturen, Berater und Creator gehört die Zahlungsabwicklung zu den Prozessen, die im besten Fall kaum Aufmerksamkeit benötigen. Kunden bezahlen ihre Rechnung, der Umsatz geht ein und das Unternehmen kann mit den Einnahmen weiterarbeiten. In der Praxis funktioniert dieser Ablauf jedoch nicht immer so reibungslos. Unternehmen warten bei manchen Zahlungsplattformen teilweise sieben bis 14 Tage auf Auszahlungen, obwohl ihre Kunden längst bezahlt haben. Zusätzlich reduzieren hohe Gebühren den Betrag, der ihnen von ihren erzielten Umsätzen tatsächlich bleibt. Noch schwieriger wird es, wenn Zahlungen geprüft oder vorübergehend eingeschränkt werden und Betroffene nur langsam erfahren, was passiert. Dann wird aus einem technischen Prozess plötzlich eine operative Aufgabe, die Zeit bindet und im ungünstigen Moment die verfügbare Liquidität belastet. „Unternehmer müssen mit ihren Einnahmen planen können. Wenn bereits bezahlte Umsätze tagelang nicht verfügbar sind und bei Problemen niemand schnell weiterhilft, fehlt genau diese Planungssicherheit“, sagt Niklas Wauch, Gründer der Yovo GmbH.
„Eine gute Zahlungsabwicklung sollte Unternehmer im Tagesgeschäft möglichst wenig beschäftigen. Sie sollte Zahlungen zuverlässig verarbeiten, Einnahmen schnell verfügbar machen und bei Problemen eine schnelle Klärung ermöglichen“, erklärt Niklas Wauch. Zu dieser Einschätzung kommt Niklas Wauch aus zwei unterschiedlichen Perspektiven auf den Payment-Markt. Zunächst nutzte er Zahlungsplattformen selbst als digitaler Unternehmer und war auf funktionierende Prozesse angewiesen. Später wechselte er auf die andere Seite und arbeitete für ein international wachsendes Plattformunternehmen. Dort lernte er auch die technischen, operativen und regulatorischen Anforderungen hinter der Zahlungsabwicklung kennen. Heute bringt Niklas Wauch beide Perspektiven in yovo ein. Mit der deutschen Gesellschaft baut er einen Zahlungsdienstleister für den europäischen Markt auf, der sich insbesondere an Coaches, Agenturen, Berater, Creator und andere Anbieter digitaler oder höherpreisiger Leistungen richtet. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Versprechen, ihren Umsatz zu steigern, sondern bereits erzielte Umsätze möglichst zuverlässig und reibungslos abzuwickeln.
Vom eigenen Geschäft auf die Plattformseite
Lange bevor yovo entstand, lernte Niklas Wauch Zahlungsplattformen aus der Perspektive eines Unternehmers kennen. Bereits als Jugendlicher verkaufte er digitale Produkte und baute eine eigene Agentur auf. Mit wachsendem Zahlungsvolumen wurde für ihn immer wichtiger, wie zuverlässig Einnahmen verarbeitet werden, wann das Geld tatsächlich verfügbar ist und wie viel Aufwand nach einem abgeschlossenen Verkauf noch entsteht. Auf einer US-amerikanischen Plattform sammelte er dabei früh Erfahrungen mit hohen digitalen Zahlungsvolumen und erlebte unmittelbar, welche Bedeutung die Zahlungsinfrastruktur für das laufende Geschäft hat.
Mit 18 Jahren zog Niklas Wauch nach New York und begann für das Unternehmen zu arbeiten, dessen Plattform er zuvor selbst genutzt hatte. Später übernahm er dort als Head of Europe Verantwortung für den europäischen Markt. Dadurch beschäftigte er sich nicht mehr nur mit den Anforderungen der Nutzer, sondern auch mit den Abläufen hinter einer international wachsenden Zahlungsplattform. Dazu gehörten technische Prozesse ebenso wie operative Entscheidungen und regulatorische Vorgaben. Gerade diese Erfahrungen prägen heute seinen Anspruch an yovo. „Als Unternehmer interessiert mich am Ende nicht, wie komplex die Prozesse hinter einer Zahlungsplattform sind. Ich muss mich darauf verlassen können, dass sie für mein Geschäft funktionieren“, erklärt Niklas Wauch.
Yovo GmbH: Eine Zahlungsplattform für den europäischen Markt
Aus den Jahren als Unternehmer und auf Plattformseite entstand schließlich die Idee für die Yovo GmbH. Dabei orientierte sich Niklas Wauch an einer einfachen Frage: Welche Zahlungsplattform hätte er selbst gebraucht, als er mit 16 Jahren seine ersten digitalen Produkte verkaufte? Die Antwort sollte kein Nachbau eines bestehenden Anbieters werden. Vielmehr wollte er die Probleme angehen, die ihn selbst über Jahre begleitet hatten, von langen Auszahlungszeiten und hohen Gebühren bis hin zu veralteter Software und schwer erreichbarem Support.
Auch der Standort spielte bei der Gründung eine wichtige Rolle. „Ich wollte Zahlungsinfrastruktur für europäische Unternehmen nicht dauerhaft aus New York heraus entwickeln. Für mich gehörte dazu, die Plattform auch hier in Europa aufzubauen“, erklärt Niklas Wauch. yovo entstand deshalb als deutsche Gesellschaft mit einer klaren Ausrichtung auf den europäischen Markt. Seine Erfahrungen aus dem internationalen Payment-Geschäft bilden dafür die Grundlage, die konkrete Ausgestaltung der Plattform richtet sich jedoch an den Anforderungen der Unternehmen aus, für die sie heute entwickelt wird.
Was yovo bei der Zahlungsabwicklung verändern will
Bei der Zahlungsabwicklung setzt Niklas Wauch zunächst an zwei Punkten an, die Unternehmen unmittelbar betreffen: den Kosten und der Verfügbarkeit ihrer Einnahmen. Gebühren bestehender Anbieter hält er teilweise für unnötig hoch, gleichzeitig sieht er Auszahlungszeiten von sieben bis 14 Tagen kritisch. Mit einer anderen Gebührenstruktur und schnelleren Auszahlungen will er deshalb dafür sorgen, dass Unternehmen mehr von ihren erzielten Umsätzen behalten und früher darauf zugreifen können. Dazu gehören auch Instant Payouts, die unter den jeweils geltenden Voraussetzungen eine besonders schnelle Auszahlung ermöglichen. Einen höheren Umsatz verspricht die Plattform dadurch nicht. Sie soll vielmehr dafür sorgen, dass bereits erzielte Einnahmen möglichst reibungslos verarbeitet und verfügbar werden.
Neben der eigentlichen Zahlungsabwicklung nimmt Niklas Wauch auch die Prozesse in den Blick, die unmittelbar damit verbunden sind. Rechnungen lassen sich über eine integrierte Invoicing Engine mit den Zahlungen verknüpfen. Hinzu kommt eine verbundene Karte, über die vorhandenes Guthaben eingesetzt werden kann und unter bestimmten Voraussetzungen Cashback möglich ist. „Am Ende bringt es einem Unternehmer wenig, wenn eine Zahlungsplattform mit möglichst vielen Funktionen wirbt, er für alltägliche Abläufe aber weiterhin zwischen verschiedenen Systemen wechseln muss“, erklärt Niklas Wauch. Entscheidend ist für ihn deshalb nicht die Anzahl einzelner Funktionen, sondern wie sinnvoll sie im Arbeitsalltag zusammenspielen.
Klare Rollen bei der Zahlungsabwicklung
Neben Gebühren, Auszahlungen und technischen Abläufen spielt auch eine Rolle, wie ein Zahlungsanbieter in den Verkauf eingebunden ist. Die Yovo GmbH setzt hier auf das Modell eines Zahlungsdienstleisters und nicht auf das eines Merchant of Record. Bei letzterem tritt der Anbieter gegenüber dem Endkunden selbst als Verkäufer auf und übernimmt zusätzliche Aufgaben rund um Verkauf und Zahlungsabwicklung. Das kann mit höheren Gebühren verbunden sein, bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass sämtliche Streitfälle oder rechtlichen Fragen vom eigentlichen Unternehmer ferngehalten werden.
Niklas Wauch hat sich deshalb für eine klar abgegrenzte Rolle entschieden. yovo übernimmt die Zahlungsabwicklung, während die konkrete Verteilung weiterer Pflichten vom jeweiligen Geschäftsmodell und den regulatorischen Anforderungen abhängt. Welche Verantwortung beim Zahlungsdienstleister und welche beim Händler liegt, muss daher im Einzelfall betrachtet werden. Für Unternehmen soll vor allem nachvollziehbar bleiben, welche Leistungen sie von ihrer Zahlungsplattform erhalten und welche Aufgaben weiterhin bei ihnen selbst liegen.
Persönlicher Kontakt statt anonymer Supportprozesse
Doch auch bei klar verteilten Verantwortlichkeiten lassen sich Prüfungen im Zahlungsverkehr nicht vollständig vermeiden. Je nach Geschäftsmodell und regulatorischen Anforderungen können Zahlungen oder Konten überprüft und vorübergehend eingeschränkt werden. Das kann auch Nutzer von yovo betreffen. Niklas Wauch will deshalb nicht versprechen, solche Situationen grundsätzlich auszuschließen. „Entscheidend ist für mich, was in diesem Moment passiert. Ein Unternehmer sollte nicht tagelang rätseln müssen, warum eine Zahlung geprüft wird und wie es jetzt weitergeht“, erklärt Niklas Wauch.
Für solche Fälle setzt yovo auf direkten Kontakt statt ausschließlich auf standardisierte Supportprozesse. Nutzer sollen Ansprechpartner im Account Management erreichen und bei technischen Fragen auch mit dem zuständigen Team in Kontakt kommen können. Bei Compliance-Prüfungen soll möglichst früh geklärt werden, was geprüft wird und welche nächsten Schritte anstehen. Gerade weil Unternehmen auf ihre Zahlungsabwicklung angewiesen sind, sollen fehlende Informationen und lange Kommunikationswege die Situation nicht zusätzlich erschweren.
Yovo GmbH: Nutzererfahrungen als Grundlage für die Weiterentwicklung
Wie yovo die bisherigen Ansätze weiterentwickelt, hängt auch von den Erfahrungen ihrer Nutzer ab. Das Unternehmen arbeitet derzeit mit einer Warteliste und nimmt nicht automatisch jeden Interessenten auf. Niklas Wauch und sein Team wählen gezielt Unternehmen aus, deren Rückmeldungen in die weitere Entwicklung der Plattform einfließen. Viele von ihnen nutzen bereits andere Zahlungsplattformen und können deshalb konkret benennen, welche Abläufe in ihrem Geschäftsalltag funktionieren und an welchen Stellen Verbesserungsbedarf besteht.
Diese Rückmeldungen sollen nicht nur einzelne Funktionen betreffen, sondern auch zeigen, wie sich die Plattform im täglichen Einsatz weiterentwickeln muss. Dafür setzt das Team auf den direkten Austausch mit den ausgewählten Unternehmen und will Entscheidungen auf Grundlage ihrer tatsächlichen Erfahrungen treffen. „Wir müssen nicht möglichst schnell möglichst groß werden. Mir ist wichtiger, dass wir genau zuhören, fundierte Entscheidungen treffen und eine Plattform aufbauen, die Unternehmen auch in einigen Jahren noch gerne nutzen“, sagt Niklas Wauch.
Derzeit arbeitet yovo mit ausgewählten Unternehmen aus der Warteliste zusammen. In den kommenden Monaten soll die Plattform schrittweise weiteren europäischen Unternehmen zugänglich gemacht werden. Wer mehr über yovo und die weitere Entwicklung erfahren möchte, findet alle Informationen unter yovo.de (https://yovo.de/).
Pressekontakt:
Yovo GmbH
Vertreten durch: Niklas Wauch
E-Mail: Support@yovo.de
Website: https://www.yovo.de/de/
Ruben Schäfer
E-Mail: redaktion@dcfverlag.de
Original-Content von: Yovo GmbH, übermittelt durch news aktuell
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